Die Brucker Feuerwehren:
Herausforderungen gemeistert - Ein Rückblick auf das Jahr 2020

 

Es war kein leichtes Jahr, das Jahr 2020, auch nicht für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bruck an der Mur.

Praktisch alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden, die Einschränkungen im Dienstbetrieb waren Pandemie bedingt rigoros, doch Gott sei Dank von Erfolg gekrönt. Denn die Einsatzbereitschaft konnte uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Insgesamt mussten von den Freiwilligen Feuerwehren Bruck-Stadt, Oberaich und Picheldorf 306 Einsätze abgearbeitet werden. Fast 45.000 Stunden wurden zum Wohle und zum Schutz der Bevölkerung geleistet. Ein Schlagwort dazu: Der vorbeugende Brandschutz. Mehr als 70 Personen konnten gerettet oder aus misslichen Lagen befreit werden.

Neben der Kameradschaftspflege haben die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrleute und die Jugendarbeit unter Corona besonders gelitten. Dennoch, in Kleingruppen und mit Online Livestreams wurde das Möglichste versucht, um auch weiterhin ein professionelles Handeln am Einsatzort sicherzustellen. Eine große Herausforderung war, das Interesse der Jugend am Feuerwehrwesen zu erhalten. "Wir hoffen natürlich, dass sich weiterhin Mädchen und Burschen für die Jugendfeuerwehr und damit für ein starkes Stück Freizeit entscheiden." sagt Daniel Schmid, der ja im März 2020 Brandrat Christian Jeran, seit September Träger des Eisernen Brunnen in Gold mit Brillant, als Kommandant der FF Bruck-Stadt nachfolgte.

Abschnittsbrandinspektor Jürgen Rachwalik von der FF Oberaich und Wolfgang Trobos als Kommandant der FF Picheldorf sind besonders stolz, dass mit Juni 2020 ein Löschunterstützungsfahrzeug bei der Picheldorfer Wehr, die somit Stützpunktwehr geworden ist, stationiert wurde. Diese Gerätschaft wird bei Tunnel-, Industrie-, Tiefgaragen- oder Wirtschaftsgebäudebränden zum Löschen, Kühlen bzw. Be- und Entlüften eingesetzt. Das 26 Jahre alte TLF-A 1000 der Stadtfeuerwehr Bruck wurde durch ein HLF4 ersetzt, die Planung für das neue HLF1-LB der FF Oberaich ist im Laufen.

Die Zusammenarbeit der Brucker Wehren funktioniert tadellos und das ist gut so. Was bleibt ist der Wunsch nach Normalität – damit sind die Feuerwehren ja nicht alleine.



Für die Freiwillige Stadtfeuerwehr Bruck an der Mur lassen sich folgende Tätigkeiten und Leistungen exemplarisch festmachen:

Die 98 Mitglieder (Stand 31.12.2020), davon 79 im Aktivstand, 11 Jugendliche sowie die beiden Zivildiener und Zweitmitglieder, haben insgesamt 3.093 Gesamttätigkeiten (81 Brandeinsätze, 145 Technische Einsätze, 65 Übungen – etliche davon Online etc.) erbracht und dabei 57 Menschen gerettet bzw. aus misslichen Lagen befreit. 22.948 Mitgliederstunden wurden geleistet.

All das ist auf Facebook, Instagram und Twitter dokumentiert und kann im Detail hier in unserem Web-Auftritt nachgelesen werden. Insgesamt sind es mittlerweile 872 Berichte mit anschaulichem Bildmaterial aus den Jahren 2001 bis 2020. Das große Interesse an dieser Art der Berichterstattung zeigen die 420.000 Zugriffe, davon allein wieder rund 17.000 im vergangenen Jahr. In den Online- und Printmedien gab es 2020 insgesamt 148 Berichte. Im Fachbereich Feuerwehrgeschichte wird die Archivierung von historischen Objekten und Dokumenten kontinuierlich vorangetrieben.

Trotz aller Be- und Einschränkungen konnten unsere Feuerwehr-Jugendlichen noch an einem Wintersporttag im Jänner 2020 und an einem Wissenstest teilnehmen. Drei Mitglieder unserer Wehr nahmen erfolgreich an der Grundausbildung teil. Auch die Ausbildung im Kraftfahrsektor litt unter der Krise. Wir können uns aber glücklich schätzen, dass uns immerhin 36 Einsatzfahrer (darunter 27 mit C-Schein) zur Verfügung stehen.

Die Einsatzgruppe für Menschenrettung-Absturzsicherung kann auf neun Mitglieder zurückgreifen. In Ausbildung befindet sich ein Kamerad. 6 Flugeinweiser und 2 Flughelfer komplettieren das Team. Dem Wasserdienst stehen 9 Einsatztaucher und 18 Schiffsführer zur Verfügung, dem Sanitätsdienst 18 Feuerwehrsanitäter und zwei Feuerwehrärzte.

Was den Atem- und Körperschutz angeht, so hat die Wehr 35 ausgebildete Atemschutz-, 21 Sauerstoffkreislauf- und 20 Chemikalienschutzanzug-Geräteträger. Die Atemschutzgeräte waren bei Einsätzen gute 39 Stunden im Einsatz. Der Schadstoffdienst hatte 27 Einsätze (3 gasförmig, 22 flüssig, 2 ätzend) zu bewältigen. Die Einsatzfahrzeuge legten 20.348 km zurück. Die Pumpen und Generatoren waren rund 44 Stunden in Betrieb, die Kompressoren 143, der SRF Kran 27, die Drehleiter 27 sowie das Boot 9 Stunden.

Die mit Abstand wichtigste Neuerung im Feuerwehrfunk betraf die Umstellung der analogen Pager-Alarmierung auf moderne digitale Meldeempfänger. Umgestellt wurde das Einsatz-Informationssystem auf BlaulichtSMS. 76 Mitglieder unserer Wehr haben die Funkgrundausbildung, 24 einen Funklehrgang und 6 eine Ausbildung als Funker in der Einsatzleitung. 17 Kameraden sind als Disponenten der BLZ Florian Bruck eingeschult. In dieser wurden 273 Dienststunden geleistet.

Im Detail nachzulesen in unserem aktuellen Jahresbericht 2020...